Sparinvests High Yield Value Bonds erhält TELOS-Rating von AAA-

08.08.2012
Das TELOS-Rating von AAA- für den High Yield Value Bonds der dänischen Fondsgesellschaft Sparinvest bestätigt, dass sich Value-orientierte Investitionen in High-Yield-Anleihen lohnen. „High Yield bedeutet nicht zwingend ‚große Unsicherheit’“, sagt Fondsmanager Klaus Blaabjerg. Bei sorgfältiger Auswahl der Unternehmen für das Fondsportfolio lassen sich nach Ansicht des Experten sowohl hohe Erträge als auch ein geringes Risiko erreichen.

Luxemburg, 15.08.2012. TELOS hat den Sparinvest-Fonds High Yield Value Bonds mit einem Rating von AAA- bewertet. Das Rating AAA- ist nach dem AAA-Rating „für höchste Qualitätsstandards” die zweithöchste Bewertung, die die Gesellschaft vergibt. Die kontinuierlich gute Performance des Fonds, der stringente Investmentprozess sowie die Expertise von Fondsmanager Klaus Blaabjerg und seinem Team überzeugten die Gesellschaft. Damit gibt Sparinvest ein Beispiel dafür, dass auch generell als weniger sicher geltende High-Yield-Fonds in turbulenten Zeiten durchaus eine lohnende Investition sein können.

„Der Erfolg unseres High Yield Value Bonds erklärt sich vor allem aus den sehr niedrigen Ausfallraten im Portfolio“, sagt Fondsmanager Klaus Blaabjerg. „Dieser zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Fonds: Selbst 2009, im schlimmsten Jahr hinsichtlich Wirtschaftswachstum und Anleiheausfällen, lag die Ausfallrate des Fonds bei nur etwa zwei Prozent verglichen mit zehn Prozent im Markt. Unser Fokus auf gering verschuldete Unternehmen und unsere intensive Analysetätigkeit haben sich ausgezahlt“, sagt Blaabjerg. Generell teilt der Fondsmanager die Auffassung nicht, dass Unternehmensanleihen gut gerateter Firmen per se sicherer seien als High Yield Bonds. „Unternehmen mit einer niedrigen Verschuldung, Unternehmen, die in der Anlegergunst gefallen sind oder Unternehmen, die nicht so hoch in Indizes gewichtet sind, bieten uns die Möglichkeit, Portfolios mit höheren Renditen UND niedrigeren Ausfallrisiken zusammenzustellen. Genauso gehen wir beim High Yield Value Bonds vor – und das können wir natürlich nur, weil gerade so viele Fonds auf dem Markt sind, die einfach nur Indizes nachbauen“, sagt Blaabjerg.
Ratingagenturen bevorzugen Großunternehmen

Dass kleinere Unternehmen oftmals ein schlechteres Rating bekommen als große Konzerne, liegt laut Blaabjerg in der Verantwortung der Ratingagenturen: „Ratingagenturen haben eine Vorliebe für Großunternehmen. Auch wenn die betreffenden kleineren Unternehmen eine sehr gute Bonität haben in Bezug auf den Verschuldungsgrad und die Zahlungsfähigkeit, werden sie oft schlechter bewertet als ihre ansonsten gleich aufgestellten größeren Mitbewerber. Diese Verzerrung führt dazu, dass Anleger bei Anleihen von kleineren Unternehmen eine Renditeprämie bekommen. Der einzige tatsächliche Nachteil beim Handel mit Anleihen kleinerer Unternehmen ist deren geringere Liquidität auf dem Markt. Dies ist ein Umstand, auf den wir bei der Zusammenstellung des Portfolios für den High Yield Value Bonds ein besonderes Auge haben“, erläutert Blaabjerg.

High Yield Anleihen: Lukrativ wie Aktien, aber mit geringerem Risiko
Daneben müssen bei der Portfolio-Zusammenstellung weitere Faktoren beachtet werden. Beim Screening von in Frage kommenden Unternehmen hat Sparinvest vor allem Firmen im Blick, die zum einen niedrig bilanziell verschuldet sind und zum anderen ein günstiges Kurs-Buchwert-Verhältnis aufweisen. „Bei dem geringen Verschuldungsgrad geht es für uns darum, Kapitalverluste zu vermeiden. Der günstige Kurs-Buchwert hingegen bringt dem Fonds eine ‚Positive Optionalität„, wie wir es nennen. Denn viele High-Yield-Bonds haben so genannte ‚Change-of-Control„ Optionen. Das sind eingebettete Verkaufsoptionen, die es dem Halter ermöglichen, die Anleihe im Fall einer Übernahme des Unternehmens zu einem Preis von 101 Prozent zu verkaufen“, sagt Blaabjerg. „Wenn wir nach günstigen Unternehmen suchen, finden wir grundsätzlich auch Unternehmen mit einer hohen Übernahmewahrscheinlichkeit. Und die sind besonders interessant, wenn man deren Anleihen für weit unter 101 Prozent kaufen kann – dann können dabei aktienähnliche Erträge herauskommen. Im Gegensatz zu normalen Aktienanlagen sind diese Gewinne jedoch mit einem deutlich geringeren Risiko verbunden“, erklärt Blaabjerg. „Anleiheinvestments sind am besten, wenn die Verschuldungsquoten sinken, weil dann auch die Ausfallrisiken sinken. Ungünstig sind hingegen Investitionen in Unternehmen, die sich gerade darauf vorbereiten, eigene Aktien zurückzukaufen oder hohe Dividenden zu zahlen und damit Schulden anhäufen. Hier erleben wir einen Vermögenstransfer vom Anleihe-Investor zum Aktionär.“

Ethische Aspekte als Auswahlkriterien beim High Yield Value Bonds
Aber nicht nur finanzielle Aspekte spielen bei der Portfoliozusammenstellung eine Rolle – auch Themen wie soziale Verantwortung und ethische Fragen sind für Sparinvest bereits seit langem wichtige Faktoren. „Wir möchten unsere Investoren nicht unnötigen Risiken, wie Prozessrisiken, aussetzen – deshalb haben wir zum Beispiel nie in die Tabakindustrie investiert. So ziehen wir beispielsweise auch Ölinvestitionen in der Nordsee solchen im Golf von Mexiko vor. Denn in der Nordsee werden Umweltschutzmaßnahmen wesentlich stringenter umgesetzt.“ Der Energiesektor gehört bereits seit langem zu den bevorzugten Branchen für den High Yield Value Bonds: „Hier haben wir so genannte ‚Hard Assets„, Ölfelder, Bauten und Ausrüstungen, die wenn nötig verkauft werden können“, so Blaabjerg.